Montag, 16. Dezember 2019

MCC - Monsieur Cuisine Connect - Open Android Hack - Neue verbesserte Anleitung/Tutorial 2019

Eines voraus: Auch bei der "neuen Version" des MCC (im Handel seit dem 5.12.19 bei Lidl erhältlich) ist der Android-Hack weiterhin möglich.
Und ich spreche hier natürlich nicht von einem Hackfleisch Rezept für den MCC, sondern natürlich davon die Maschine zu hacken. Dadurch erlischt natürlich die Herstellergarantie und im schlimmsten Fall könnt ihr euren MCC damit unbrauchbar machen. Daher übernehme ich keine Garantie und keine Haftung für euer handeln. Zu einem späteren Zeitpunkt ist noch ein Video Tutorial geplant.


Der Android Hack der Lidl Küchenmaschine Monsieur Cuisine Connect ist ja dank der Arbeit von Elias seit gut einem Jahr auch für jeden Android Hacking visierten Anwender möglich. Die benötigten Dateien und eine von Elias Kotlyar verfasste Anleitung dazu findet ihr auf seiner GitHub Seite, zur Vorstellung des Hacks hat Elias auch ein Video auf Youtube veröffentlicht.


Um die Umsetzung des Hacks zu vereinfachen und damit eine größere Zielgruppe zu erreichen, wurde mit Unterstützung eines Users der MCC-DACH Telegram Gruppe eine ergänzende Anleitung erstellt, welche parallel zur vorhandenen Anleitung von Elias auf GitHub verwendet werden kann.
In dieser erweiterten Anleitung wird auf einzelne Punkte der Original Anleitung von Elias eingegangen diese teilweise genauer erklärt, vervollständigt und auch optimiert.

Hardware und Software Voraussetzungen - nach Anleitung

Punkt 1) – 3) nach Anleitung

Ergänzungen / Änderungen

zu Punkt 4)
- Im SP Flash Tool Ordner die Datei option.ini suchen und mit Texteditor folgenden Eintrag wie im Bild zu sehen von false auf true ändern!


Damit werden bei „Readback“ alle Partitionen mit den korrekten Adressen aus der Scatter-Datei gelistet, so dass man die Start und End-Adressen nicht manuell einstellen muss!
In den Options im SP Flash Tool kann man den Haken setzen bei Startup und Shutdown  Restore last state on startup, damit man im Falle vom Neustart des Programms nicht alles neu setzen/einstellen muss.


zu Punkt 5)
wie im folgenden Bild (nächste Seite) zu sehen:
zuerst auf den Reiter Readback (1)
dann Doppelklick in der Spalte „File“ in Zeile von „boot“ (2)
im nächsten Fenster den Speicherort und den Namen der Datei als boot.img vergeben und speichern (3)
den Haken bei „boot“ setzen (4)
auf Read Back klicken (5)

JETZT erst das Gerät am Schalter hinten rechts einschalten (!!) 
Erst beim Einschalten über den Schalter am Gerät, wird dieses im korrekten Modus unter Windows erkannt!

Das Backup der boot.img wird nun erstellt und im zuvor festgelegten Ordner gespeichert.

Analog zur eben erstellten Sicherung der Boot Partition (boot.img), mit der Recovery (als recovery.img) und System (als system.img) verfahren.

Diese Dateien gut aufbewahren, da mit diesen das Gerät in den Ursprungszustand zurückgesetzt werden kann im Falle eines Garantiefalls! ;-)


zu Punkt 6)

Download des TWRP Recovery:


die Datei im Reiter Download unter Location in Zeile von „boot“ per Doppelklick auswählen (1)
den Haken NUR bei „boot“ setzen (2)
auf Download klicken (3)

wie vorher JETZT erst das Gerät am Schalter hinten rechts einschalten!

Das Recovery wird in das Gerät geschrieben.


…nach der Meldung, dass der Download erfolgreich war, das Gerät am Schalter hinten rechts aus- und gleich wieder einschalten (Punkt 7 der Anleitung) …
Punkt 7) wie nach bisheriger Anleitung
Das Gerät sollte nun im TWRP Recovery landen! 
Falls nach dem Reboot nur das große Akkuladesymbol (Batterie mit Blitz) erscheint, einfach kurz USB Stecker am PC ziehen und warten bis die MCC neu in das TWRP Recovery lädt.



Anschließend muss der USB Stecker wieder eingesteckt werden und das Gerät sollte nun unter Windows im Gerätemanager als ADB Interface erscheinen und in der ADB nach Eingabe des Befehls "adb devices" aufgelistet werden. Ist das der Fall könnt Ihr mit Punkt 8 fortfahren, andernfalls fehlen euch noch die Android ADB Treiber. Dieser könnt Ihr hier direkt bei Google herunterladen https://dl.google.com/android/repository/usb_driver_r12-windows.zip
und entpacken.


Um diese anschließend zu installieren, klickt mit der rechten Maustaste auf die Datei "android_winusb" im entpackten Ordner und klickt anschließend auf "installieren".

zu Punkt 8)

Abweichend von Punkt 8 der Anleitung von EliasKotlyar kann man auch so verfahren, wie in der folgenden Anleitung erklärt:
https://www.theandroidsoul.com/edit-build-prop-without-root-using-adb-in-twrp-recovery/

Vorbereitung: Damit ADB eure Systempartition erkennt, müsst Ihr vorher auf der Maschine im TWRP den Menüpunkt "Mount" auswählen und anschließend den Haken zusätzlich bei "System" setzen. Nun könnt Ihr fortfahren.

in Kurzform:
  • in ADB folgenden Befehl eingeben:
adb pull /system/build.prop
  • die build.prop wurde nun vom Gerät in deinen ADB Ordner kopiert!!
Dies hat den Vorteil, dass man nun die build.prop vom Gerät gesichert hat (falls man sie nochmal benötigt)
  • Öffne diese Datei jetzt mit notepad++
  • ändere den Eintrag qemu.hw.mainkeys=1 in:
qemu.hw.mainkeys=0
  • füge diese 3 Zeilen am Ende hinzu:
persist.service.adb.enable=1
persist.service.debuggable=1
persist.sys.usb.config=mtp,adb
  • die Datei speichern!
  • kopiere die Datei in ADB mit diesem Befehl zurück aufs Gerät:
adb push build.prop /system/
  • gebe nun folgende 3 Befehle in ADB ein, um der geänderten Datei im Gerät die korrekten Rechte zu geben:
adb shell
cd system
chmod 644 build.prop
  • zuletzt noch diesen Befehl in ADB eingeben:
rm /system/recovery-from-boot.p
…damit wird zukünftig verhindert, dass das TWRP Recovery wieder überschrieben wird...

Im TWRP Recovery auf dem Gerät jetzt REBOOT antippen und dort RECOVERY auswählen!
Gerät startet jetzt erneut ins TWRP Recovery und sollte jetzt auch unter Windows im Datei-Explorer erkannt werden:


Falls dies nicht so angezeigt wird, sind die ADB Einträge in der build.prop eventuell NICHT korrekt erfolgt oder die build.prop wurde nicht korrekt zurückkopiert. Diese Vorgänge nochmal wiederholen!
Um sicherzugehen die build.prop wieder vom Gerät auf den PC kopieren (siehe oben) und darin prüfen ob die eben hinzugefügten Einträge tatsächlich exisitieren…
Bei diesem Beispiel wurden beispielsweise die ADB Einträge übernommen, jedoch merkwürdigerweise der Eintrag „qemu.hw.mainkeys=0“ nicht..dies wurde später manuell über die App „X-Plore“ direkt auf dem Gerät erledigt (Installation siehe weiter unten).

zu Punkt 9)
dieser Punkt ist in der Anleitung nicht ganz korrekt beschrieben, da nicht die bootimg.bin und recovery.bin aufs Gerät übertragen werden sollen, sondern die zuvor unter Punkt 5 gesicherte Datei boot.img und die heruntergeladene recovery.img !
korrekterweise sind also folgende Befehle in ADB einzugeben:
adb push boot.img /sdcard/
adb push recovery.img /sdcard/
Alternativ kann das auch über den Dateiexplorer unter Windows geschehen, denn dort wird es ja jetzt als Speichergerät erkannt (siehe oben) und man kann bequem die Dateien per Drag’n Drop auf den internen Speicher ziehen.

Folgende Dateien herunterladen und ebenso auf den internen Speicher übertragen wie gerade eben die boot.img und recovery.img…


zu Punkt 13)
….jetzt die zuvor selbst gesicherte boot.img und heruntergeladene recovery.img wie folgt installieren….

1.

2.

3.

4.

JETZT können (optional) die Google Apps und SuperSu nacheinander installiert werden 
(die GoogleApps wurden von open_gapps-arm-6.0-pico-20191214.zip umbenannt in gapps.zip)

5.

6.

zu Punkt 14)

Im TWRP Recovery auf dem Gerät jetzt REBOOT antippen und dort SYSTEM auswählen!

zu Punkt 15)
…einen Launcher nach Wahl installieren und starten (wie in Anleitung angegeben).

Danach in den Android Einstellungen den eben installierten Launcher als Startseite festlegen:

.. in diesem Beispiel der Nova Launcher…


Google Playstore Einrichtung
auf dem aktuellen Gerät (letzte bekannte Revision aus dem Dezember 2019) funktioniert der Playstore NICHT mehr so ohne weiteres. Das liegt daran, dass das Gerät nicht von Google zertifiziert ist!


Dies kann man aber wie folgt problemlos umgehen:
  • Öffne auf dem Gerät über den internen Browser folgende extra von Google dazu angelegte Seite: https://g.co/AndroidDeviceRegistration
  • Melde dich auf der folgenden Seite mit dem Google Account an, welcher auf dem Gerät genutzt werden soll
  • Im folgenden Fenster wird man aufgefordert, die „Google Framework Android Services-ID“ einzugeben

Diese sogenannte GSF-ID findest du mit folgender App heraus
(Installation über ADB oder APK-Datei per Windows Datei Explorer auf Gerät übertragen und öffnen)

  • Nach Eingabe der GSF-ID auf REGISTRIEREN tippen.
  • Die GSF-ID wird umgewandelt und darunter in anderer Form dargestellt, dann ist alles soweit OK
  • Das Gerät ist nun von/für Google zertifiziert und die GooglePlay-Dienste z.B. der Google PlayStore sind 
  • NACH einem NEUSTART des Gerätes nutzbar!
Sollte die App nicht funktionieren, kann man die GDF-ID auch mit folgender Anleitung über die ADB ausgelesen werden:

Wenn du auf deinem nicht von Google zertifizierten Android Gerät die Google Services verwenden möchtest, registriere dein Gerät bitte unten durch Angabe der Google Framework Services Android-ID (nicht Settings.Secure.ANDROID_ID oder SSAID). Diese kannst du über den Befehl "adb shell" abrufen.
$ adb root
$ adb shell 'sqlite3 /data/data/com.google.android.gsf/databases/gservices.db "select * from main where name = \"android_id\";"'

Jetzt kann man sich das Gerät nach eigenem Belieben einrichten.
Dazu werden folgende Apps empfohlen:


Damit kann z.B. (falls auch gerootet) die build.prop direkt im Gerät ohne PC geändert werden


Damit kann man sich eine andere Navigationsleiste einblenden lassen


Damit kann man z.B. direkt in die Monsieur Cuisine App ein sogenanntes Overlay anzeigen lassen.
Ich habe mir ein Overlay für den Nova Launcher erstellt, welches nur sichtbar ist, sobald die Monsieur Cuisine App gestartet wird.
So kommt mN auch ohne Home-Taste (welche ja ausgeblendet ist) problemlos wieder in den Launcher.

(Die Navigationsleiste zickt nämlich ab und zu und will einfach nicht erscheinen in der MC2 App)

Siehe folgendes Bild:


Das war es schon!

WIR wünschen euch viel Spaß mit dem Android auf der Maschine. Egal ob Youtube, Spotify oder Chrome. Alle weiteren Apps lassen sich nun komfortabel über den google PlayStore installieren. Für besseren Klang lassen sich auch Kopfhörer und Lautsprecher per Bluetooth verbinden.
Bitte beachtet außerdem, dass nur in der alten Version der Maschine aus dem Jahr 2018 ein Mikrofon verbaut ist und z.B. für Sprachkommandos (Alexa und Co.) genutzt werden kann. Nach jetzigen Kenntnisstand durch Tests ist dieses in der neuen Revision der Maschine nicht mehr ansprechbar, da nicht mehr verbaut?

Hinterlasst gerne euer Feedback in den Kommentaren!

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Neue Hobbies... 3D Drucker und E-Scooter und Küchenmaschinen?!?!

In den letzten Jahren hat sich bei mir auch im Bereich meiner Freizeitbeschäftigung viel getan. Waren es früher hauptsächlich nur Videospiele und andere Gadgets für Nerds die mich interessiert haben, habe ich auch mich weiterentwickelt und verbringe daher gerne meine Freizeit am Abend (wenn die Familie im Bett ist) mit neuen Hobbies.

Auf den 3D Druck bin ich hauptsächlich über MyDealZ gekommen, da dort immer wieder gute Deals zu 3D Druckern veröffentlicht werden. So dauerte es vor zwei Jahren nicht lange, bis ich endlich meinen ersten 3D Drucker, einen Creality Ender 3 welchen ich bei Gearbest.com bestellt hatte, in den Händen halten und anschließend zusammenbauen durfte. Alleine der Aufbau und die spätere Modifikation mit neuen Bauteilen macht mir riesigen Spaß. Ich werde hier jetzt mit der Zeit meine erfolgreich umgesetzten 3D Druck Projekte vorstellen. Mittlerweile drucke ich ich nur Modelle welche ich hauptsächlich bei Thingiverse.com beziehe, sondern auch selbst bereits viele Modelle zuerst mit TinkerCAD und jetzt bereits Fusion 360 erstelle. Aber dazu später mehr. Auch meine 3D Drucker haben sich bereits vermehrt. Aus einem sind es jetzt bereits drei geworden. Neben dem Ender 3 ist jetzt auch noch ein Ender 5 in meinem Arbeits- und Hobbyzimmer eingezogen und der Tronxy XY-2Pro kann es kaum abwarten, an Weihnachten endlich ausgepackt, aufgebaut und ausprobiert zu werden.


Wie man aus meinen älteren Blogbeiträgen hier ja bereits weiß, war ich schon immer ein großer Fan von Rollern aller Art. Bereits ca. 2005 habe ich mir meinen ersten E-Scooter gesichert, damals noch nicht weit entwickelt und mit Bleibatterie, damit war die Reichweite eher beschränkt und auch gesetzlich gab es dafür noch keine Grundlagen. Das hat sich zum Glück aber nun mit der EKFV (Elektrokleinstfahrzeugeverordnung) geändert und E-Scooter und Segways bzw. Hoverboards sofern diese eine Lenkstange besitzen darf man ab 14 Jahren ohne Führerschein legal in Deutschland fahren. Natürlich gelten auch für die Fahrzeuge bestimmte Vorschriften, so müssen diese auch über ABE bzw. EBE (Allgemeine-/Einzel-Betriebserlaubnis) verfügen, damit sichergestellt ist, dass diese Fahrzeuge auch die Grundvoraussetzungen der StVo (Straßenverkehrsordnung) und EKFV erfüllen. Ich habe mir nacheinander gleich zwei verschiedene Modelle vom gleichen Hersteller geholt. Nämlich zuerst den Ninebot by Segway Mini Pro 320 in der Street Version Hoverboard mit Straßenzulassung, gefolgt vom Ninebot by Segway G30D E-Scooter. Beide Fahrzeuge sind komplett verschieden und wahrscheinlich auch deswegen so schön abwechselnd zu fahren. Da ich beruflich viel auf Dienstreise unterwegs bin, habe ich seitdem immer eines der beiden Elektrofahrzeuge im Kofferraum meines Dienstwagens verstaut um am jeweiligen Zielort unabhängig vom Auto fortbewegen zu können. Auch zu diesem Hobby folgen weitere Details in Kürze.


Da war doch noch was, ja stimmt. Der Hype um die Monsieur Cuisine Connect (kurz: MCC) Küchenmaschine von Lidl. Bereits am Erstverkaufstag zu Ostern 2018 habe ich diese ergatter und auf Herz und Nieren geprüft. Den Android Hack dazu mitentwickelt und bereits frühzeitig Lidl gemeldet, dass es ggf. unter Umständen ein Sicherheitsrisiko sein könnte, die Maschine mit Android 6.0 und Mikrofon zu betreiben (ich bin kein Aluhutträger). Aber die Lorbeeren dafür hat am Ende ein Franzose geerntet, der die Sache nochmals über Youtube publik gemacht hat und sich natürlich die ganzen Technikseiten im Netz mit Clickbait Überschriften darüber hergemacht haben um das Sommerloch 2019 damit zu stopfen. Ich habe damals meine Fortschritte unter dem Hashtag #monsieurcuisineconnecthack auf Instagram veröffentlicht und ganz am Anfang ein Video des Service Menüs (quasi meine ersten Schritte auf dem Weg zum Hack) veröffentlicht.


Übrigens habe ich auf MyDealZ einen schönen Deal mit allerhand Infos zur MCC erstellt:

Thermomix Alternative - Monsieur Cuisine Connect Küchenmaschine ab 5. Dezember bei Lidl offline & online wieder verfügbar


Das soll es erst einmal für heute gewesen sein. Ich werde ab sofort wieder aktiver meinen Blog betreiben und würde mich darüber freuen, euch als Leser begrüßen zu dürfen.

Samstag, 28. März 2015

Nach gut 11 Jahren: Goodbye Pflege - Eine neue berufliche Herausforderung wartet

Der neue Arbeitsvertrag ist unterschrieben, nun gibt es kein zurück mehr. Ich habe ja bereits vor einiger Zeit auf Facebook und Twitter angekündigt, dass ich beruflich einen neuen Weg einschlagen werde. Ende April verlasse ich nach fast 11 Jahren den Alltag einer Pflegekraft. Zwar war ich in den letzten Jahren durch meine Tätigkeit als Wohnbereichsleitung und Qualitätsbeauftragter zwar nicht mehr täglich komplett körperlich in der Pflege eingespannt, trotzdem behaupte ich mal nach 11 Jahren so ziemlich alles gesehen und miterlebt zu haben was einem der Beruf so bieten kann. Ich kann für mich sagen dass meine Kollegen, mein Team und ich immer eine gute Arbeit geleistet haben und unsere Bewohner immer gut versorgt und zufrieden waren. Ich werde auch vor allem die Arbeit am Bewohner, mein Team und meine direkten Vorgesetzten vermissen, mit denen ich immer professionell und kollegial zusammenarbeiten konnte.

Bewerbung mit NFC-Tag & QR-Code [Ausschnitt]

Aber ich muss auch an mich denken. Letztes Jahr zum Beispiel hatte ich ein großes Problem mit meiner Bandscheibe und der pflegerische Beruf ist wie wir alle wissen trotz des technischen Fortschritts weiterhin ein sehr körperlich betonter und anstrengender Beruf der einem, je älter man wird, immer schwerer fällt. Ich arbeite schon seit meinem 16. Lebensjahr und habe bereits in meinem ersten Beruf als Elektroniker im Außendienst sehr oft, über Jahre, schwere körperliche Arbeit geleistet (Lieferungen Braune- und Weiße-Ware, Dachantenneninstallationen usw.). Außerdem ist der Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst eine zusätzlich Belastung für mich und vor allem für meine Familie.

Projektarbeit-Weiterbildung [Ausschnitt]

Aber wie vielleicht einige von euch wissen hatte ich das eigentlich nicht ganz geplant. Denn seit fast 1,5 Jahren mache ich meine Weiterbildung zur Einrichtungsleitung (Pflegedienstleistung mitinbegriffen) die ich bereits im kommenden Juni erfolgreich abschließen werde. Auch hatte ich deswegen schon mehrere Stellenangebote (u.a. von "Job-Headhuntern") als Pflegedienstleistung. Doch ich bin eigentlich sehr zufrieden mit meinem Arbeitgeber und will diesen gar nicht verlassen und abwarten bis mir von diesem irgendwann mal eine Stelle als Pflegedienstleitung und/oder Einrichtungsleitung angeboten wird. Ich bin erst Anfang 30, habe Zeit und kann so lange noch Erfahrungen als Wohnbereichsleitung sammlen. Meine Lebensplanung war eigentlich mit ca. 35-40 Jahren eine Stelle als PDL zu besetzen, später dann mit ca. 40-45 Jahren als Einrichtungsleitung. Dazwischen oder danach könnte ich mir gut vorstellen auch mal außerhalb einer Einrichtung zum Beispiel für die Firmenzentrale zu arbeiten.


Neuer Arbeitsvertrag [Ausschnitt]

Und so ist es nun gekommen. Ab 1. Mai (bzw. ab 2. Mai da der 1. Ja ein Feiertag ist) beginne ich meinen neuen Job als Qualitäts(management)beauftragter für die Firmenzentrale, Abteilung Qualitätsmanagement, und das beim selben Arbeitgeber/Träger was mich sehr freut. Es ist eine komplett neue Herausforderung für mich für die ich mein Wissen aus beiden gelernten Berufen, meinem Hobby (Nerd :-) und meiner Weiterbildung bündeln muss. Auch die neuen Arbeitsbedingungen mit Home-Office und quasi Vertrauensarbeitszeit bei der nur die Wochenarbeitszeit vorgegeben ist, sind große Veränderungen für mich. Eine andere Art der Arbeitsdisziplin ist dadurch gefragt die ich mir zuerst mal aneignen muss. Es gibt noch viele andere Neuerungen die der Job mitbringt, mit denen ich euch jetzt aber langweilen will. Ich berichte im Sommer hier im Blog darüber wie es mir mit dem Umstieg ergangen ist, bis dahin könnt ihr mir auf Twitter, Instagram oder Facebook folgen wo ich auch immer wieder darüber in 140 Zeichen und Bildern berichten werde.

Montag, 23. März 2015

Warum die Geschichte von @eyjaygaming und #SupportOurBro (für mich) viel mehr als nur eine Spendenaktion nach einer Tragödie ist

Womit soll ich anfangen...

Achja, am besten mit Danny, besser bekannt als eyjaygaming auf Twitter und Youtube. Obwohl ich Danny erst letztes Jahr beim ersten Aschaffenburger @MeatAndGreetAB (das er übrigens auch organisiert) persönlich kennengelernt habe, daher behaupte ich jetzt einfach mal ihn einigermaßen gut zu kennen.

Als ich Ende 2008 mit dem Twittern angefangen habe (damals noch als @Papst007) gab es noch ziemlich wenig aktive Twitter User aus Aschaffenburg. Unter diesen Twitteren war auch damals schon Danny mit dem Nicknamen @denroga unterwegs. Man kam über die Jahre immer wieder zu den verschiedensten Themen "ins Gespräch" und so wurde er kurze Zeit später ein fester Teil meiner Timeline. Ich erinnere mich noch daran das wir beiden gefühlt die ersten beiden Nutzer auf Instagram aus Aschaffenburg waren bzw. ganz sicher die ersten die den Hashtag #Aschaffenburg auf Instagram nutzten (mit Ausnahme von einem Tourist der diesen schon vorher genutzt hatte :-). Somit könnt ihr euch jetzt vielleicht besser vorstellen dass da schon sowas wie ein Mitgefühl meinerseits vorhanden ist. Man kennt einen Mensch kaum und doch kennt man ihn nach Jahren so gut.

Jetzt aber genug in alten Erinnerungen geschwelgt und zurück zum hier und jetzt.

Es war Samstag der 21.03.2015. Ich sitze mit meiner Frau @MeliCz und beiden Kids beim Frühstück und scrolle nochmal schnell meine Facebook und Twitter Timelines durch. Plötzlich lese ich in einem Posting vom Main-Netz (Main Echo) was von einem Hausbrand in Mainaschaff bei Aschaffenburg mit einem geschätzten Schaden von 500.000€. Ich denke in diesem Moment "SHIT hoffentlich geht es allen betroffenen gut" und im nächsten erzähle ich @MeliCz davon die mich daraufhin daran erinnert unsere Hausrat- und Haftpflichtversicherungen aufzufrischen (habe ich dann am Tag darauf erledigt.

Und dann trifft es mich 10 Minuten später wie ein Schlag als sich meine Twitter Timeline nochmals aktualisiere und Dannys Tweet mit den Worten „...mein Haus brennt…“ und dem passenden Bild dazu erscheint. Natürlich habe ich mich sofort nach seinem Gesundheitszustand erkundigt und meine Hilfe angeboten aber ich dachte mir auch dass Danny in diesem Moment noch unter Schock stand und die vielen Tweets von seinen Followern wahrscheinlich gar nicht so richtig wahrgenommen hat.

Trotz dieser krassen Umstände entschloss sich Danny am selben Abend noch einen VLOG zu veröffentlichen der einem bei genauerem zuhören unter die Haut geht. Danny trifft in diesem VLOG die richtigen Worte und als ob er den heutigen Tag bereits vorausgesehen hat sagt er unter anderem „…lasst euch nichts einreden, das Internet ist echt…! Damit meint Eyjay uns, die Community, egal ob LetsPlayer, HitBoxer, Youtuber oder Twitterer. Wir sind die Gemeinschaft die Zusammenhält wenn es hart auf hart kommt. Das hat mich so berührt das ich Dannys Aussage in einem Tweet als „Satz des Tages“ erwähnt habe.



Womit wir beim Stand „heute“ (23.03.2015). @VolkerBonacker hat mit dem Hashtag #SupportOurBro und dem Blog HELPDANNYBACK eine Hilfsaktion für Danny ins Leben gerufen an dem wir uns alle beteiligen können und sollten. Dabei geht es nicht nur darum Geldspenden zu sammeln, was Danny sicher auch benötigt, denn noch ist nicht klar wer für den entstandenen Schaden aufkommt, sondern auch darum Sachspenden zu sammeln und Hilfe anzubieten. Denn Danny hat durch das Feuer alles, bis auf das was er am Leib und in den Händen trug, verloren. Ich für meinen Teil zum Beispiel habe viele finanzielle Verpflichtungen und kann kaum Geld spenden, dafür habe ich sofort angeboten Alltagsgegenstände (egal Wasserkocher oder Sat-Receiver) zu spenden die Danny sicher auch auf längere Sicht auch gebrauchen kann. Außerdem habe ich mich angeboten den „Packesel“ zu spielen, also mit meinem großen Auto bei Bedarf Transporte zu übernehmen (z.B. für Möbel). Aber vor allem bekommt Danny positiven Zuspruch von uns den er in seiner Situation sicher gut gebrauchen kann. Das soll es für heute gewesen sein.

Halte durch Danny! Du schaffst das! Wir sehen uns spätestens beim nächsten #mngab

Alle anderen dürfen sich natürlich gerne an der Spenden- und Sammelaktion für Danny beteiligen. DANKE!

Samstag, 7. Februar 2015

Projektarbeit für die Weiterbildung zur Einrichtungsleitung: Fehlermanagement im Altenheim

Nun ist es bald eineinhalb Jahre her als meine Weiterbildung zur Einrichtungsleitung begonnen hat und das Ende ist in Sicht. Zum Abschluss des letzten (vierten) Moduls / Semesters muss zusätzlich zur mündlichen Modulprüfung (Recht und Pflegewissenschaft) eine Projektarbeit durchgeführt werden die vorher in einer Projektskizze niedergeschrieben und auch von der Schulleitung genehmigt werden muss.

Projektfoto
Projektskizze & Fehlerberichtformular


Zwar habe ich alle bisherigen Modulprüfungen mit guten bis sehr guten Ergebnissen abgeschlossen trotzdem war es für mich von Anfang an klar das meine Projektarbeit sicher was mit meinem Steckenpferd aus dem Bereich des Qualitätsmanagements zu tun haben wird. Noch bevor ich meine favorisierten Themen aus dem Bereich Qualitätsmanagement für mich endgültig sortiert habe kam bereits mein Arbeits- und Klassenkollege auf mich zu mit der Frage ob wir uns zusammen mit dem Thema Fehlermanagement beschäftigen wollen.

Ab da war für mich klar das dies das perfekte Thema für unsere gemeinsame Projektarbeit sein würde. Nun ist es bereits Januar, die Projektskizze ist bereits genehmigt und das Projekt ist gestartet.

In dem Projekt geht es darum ein funktionierendes Fehlermanagementsystem in einer Einrichtung der Altenpflege einzurichten und säter auszuwerten. Aus denen (auf freiwilliger Basis) dokumentierten Fehlern erhoffen wir uns Prozesse optimieren und verbessern zu können. Der Erkenntnisfortschritt aus der Projektarbeit liegt dabei beim Fehlerberichtprotokoll.

Auf der Suche nach einem bereits vorhandenen Fehlerprotokoll ist uns aufgefallen, dass es bereits sehr gute Fehlerprotokolle für die Pflege gibt. Diese beruhen aber meistens, wie zum Beispiel das cirsmedical®, auf den Erkenntnissen der Krankenpflege und der stationären und ambulanten medizinischen Versorgung im Krankenhaus sowie in Arztpraxen.

Auf Grundlage dieser Fehlerprotokolle haben wir ohne zusätzliche Anpassungen für die stationäre Altenpflege unser Fehlerberichtprotokoll erstellt. Zusätzlich gibt es in unserem Protokoll am Ende einen Punkt unter dem man Verbesserungsvorschläge oder fehlende Punkte im Protokoll dokumentieren kann.

Zum Ende der Projektarbeit werden alle ausgefüllten Protokolle nochmals in einem Qualitätszirkel ausgewertet, diesmal aber nicht auf den Inhalt hin (also den gemeldeten Fehler) sondern darauf hin wie das Protokoll ausgefüllt wurde und ob es Anmerkungen des Verfassers zum Protokoll selber gab. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wir dann ein speziell für Altenheime angepasstes Fehlerberichtprotokoll von uns erstellt das Krankenhaus spezifische Fragen ausklammert und sich dafür mit Fragen ergänzt wird die für unseren Bereich relevant sind. Anschließend ist es geplant dieses komplett selbst entwickelte Protokolle kostenlos über das Internet für jedermann zum Download zur Verfügung zu stellen.