Samstag, 28. März 2015

Nach gut 11 Jahren: Goodbye Pflege - Eine neue berufliche Herausforderung wartet

Der neue Arbeitsvertrag ist unterschrieben, nun gibt es kein zurück mehr. Ich habe ja bereits vor einiger Zeit auf Facebook und Twitter angekündigt, dass ich beruflich einen neuen Weg einschlagen werde. Ende April verlasse ich nach fast 11 Jahren den Alltag einer Pflegekraft. Zwar war ich in den letzten Jahren durch meine Tätigkeit als Wohnbereichsleitung und Qualitätsbeauftragter zwar nicht mehr täglich komplett körperlich in der Pflege eingespannt, trotzdem behaupte ich mal nach 11 Jahren so ziemlich alles gesehen und miterlebt zu haben was einem der Beruf so bieten kann. Ich kann für mich sagen dass meine Kollegen, mein Team und ich immer eine gute Arbeit geleistet haben und unsere Bewohner immer gut versorgt und zufrieden waren. Ich werde auch vor allem die Arbeit am Bewohner, mein Team und meine direkten Vorgesetzten vermissen, mit denen ich immer professionell und kollegial zusammenarbeiten konnte.

Bewerbung mit NFC-Tag & QR-Code [Ausschnitt]

Aber ich muss auch an mich denken. Letztes Jahr zum Beispiel hatte ich ein großes Problem mit meiner Bandscheibe und der pflegerische Beruf ist wie wir alle wissen trotz des technischen Fortschritts weiterhin ein sehr körperlich betonter und anstrengender Beruf der einem, je älter man wird, immer schwerer fällt. Ich arbeite schon seit meinem 16. Lebensjahr und habe bereits in meinem ersten Beruf als Elektroniker im Außendienst sehr oft, über Jahre, schwere körperliche Arbeit geleistet (Lieferungen Braune- und Weiße-Ware, Dachantenneninstallationen usw.). Außerdem ist der Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdienst eine zusätzlich Belastung für mich und vor allem für meine Familie.

Projektarbeit-Weiterbildung [Ausschnitt]

Aber wie vielleicht einige von euch wissen hatte ich das eigentlich nicht ganz geplant. Denn seit fast 1,5 Jahren mache ich meine Weiterbildung zur Einrichtungsleitung (Pflegedienstleistung mitinbegriffen) die ich bereits im kommenden Juni erfolgreich abschließen werde. Auch hatte ich deswegen schon mehrere Stellenangebote (u.a. von "Job-Headhuntern") als Pflegedienstleistung. Doch ich bin eigentlich sehr zufrieden mit meinem Arbeitgeber und will diesen gar nicht verlassen und abwarten bis mir von diesem irgendwann mal eine Stelle als Pflegedienstleitung und/oder Einrichtungsleitung angeboten wird. Ich bin erst Anfang 30, habe Zeit und kann so lange noch Erfahrungen als Wohnbereichsleitung sammlen. Meine Lebensplanung war eigentlich mit ca. 35-40 Jahren eine Stelle als PDL zu besetzen, später dann mit ca. 40-45 Jahren als Einrichtungsleitung. Dazwischen oder danach könnte ich mir gut vorstellen auch mal außerhalb einer Einrichtung zum Beispiel für die Firmenzentrale zu arbeiten.


Neuer Arbeitsvertrag [Ausschnitt]

Und so ist es nun gekommen. Ab 1. Mai (bzw. ab 2. Mai da der 1. Ja ein Feiertag ist) beginne ich meinen neuen Job als Qualitäts(management)beauftragter für die Firmenzentrale, Abteilung Qualitätsmanagement, und das beim selben Arbeitgeber/Träger was mich sehr freut. Es ist eine komplett neue Herausforderung für mich für die ich mein Wissen aus beiden gelernten Berufen, meinem Hobby (Nerd :-) und meiner Weiterbildung bündeln muss. Auch die neuen Arbeitsbedingungen mit Home-Office und quasi Vertrauensarbeitszeit bei der nur die Wochenarbeitszeit vorgegeben ist, sind große Veränderungen für mich. Eine andere Art der Arbeitsdisziplin ist dadurch gefragt die ich mir zuerst mal aneignen muss. Es gibt noch viele andere Neuerungen die der Job mitbringt, mit denen ich euch jetzt aber langweilen will. Ich berichte im Sommer hier im Blog darüber wie es mir mit dem Umstieg ergangen ist, bis dahin könnt ihr mir auf Twitter, Instagram oder Facebook folgen wo ich auch immer wieder darüber in 140 Zeichen und Bildern berichten werde.

Montag, 23. März 2015

Warum die Geschichte von @eyjaygaming und #SupportOurBro (für mich) viel mehr als nur eine Spendenaktion nach einer Tragödie ist

Womit soll ich anfangen...

Achja, am besten mit Danny, besser bekannt als eyjaygaming auf Twitter und Youtube. Obwohl ich Danny erst letztes Jahr beim ersten Aschaffenburger @MeatAndGreetAB (das er übrigens auch organisiert) persönlich kennengelernt habe, daher behaupte ich jetzt einfach mal ihn einigermaßen gut zu kennen.

Als ich Ende 2008 mit dem Twittern angefangen habe (damals noch als @Papst007) gab es noch ziemlich wenig aktive Twitter User aus Aschaffenburg. Unter diesen Twitteren war auch damals schon Danny mit dem Nicknamen @denroga unterwegs. Man kam über die Jahre immer wieder zu den verschiedensten Themen "ins Gespräch" und so wurde er kurze Zeit später ein fester Teil meiner Timeline. Ich erinnere mich noch daran das wir beiden gefühlt die ersten beiden Nutzer auf Instagram aus Aschaffenburg waren bzw. ganz sicher die ersten die den Hashtag #Aschaffenburg auf Instagram nutzten (mit Ausnahme von einem Tourist der diesen schon vorher genutzt hatte :-). Somit könnt ihr euch jetzt vielleicht besser vorstellen dass da schon sowas wie ein Mitgefühl meinerseits vorhanden ist. Man kennt einen Mensch kaum und doch kennt man ihn nach Jahren so gut.

Jetzt aber genug in alten Erinnerungen geschwelgt und zurück zum hier und jetzt.

Es war Samstag der 21.03.2015. Ich sitze mit meiner Frau @MeliCz und beiden Kids beim Frühstück und scrolle nochmal schnell meine Facebook und Twitter Timelines durch. Plötzlich lese ich in einem Posting vom Main-Netz (Main Echo) was von einem Hausbrand in Mainaschaff bei Aschaffenburg mit einem geschätzten Schaden von 500.000€. Ich denke in diesem Moment "SHIT hoffentlich geht es allen betroffenen gut" und im nächsten erzähle ich @MeliCz davon die mich daraufhin daran erinnert unsere Hausrat- und Haftpflichtversicherungen aufzufrischen (habe ich dann am Tag darauf erledigt.

Und dann trifft es mich 10 Minuten später wie ein Schlag als sich meine Twitter Timeline nochmals aktualisiere und Dannys Tweet mit den Worten „...mein Haus brennt…“ und dem passenden Bild dazu erscheint. Natürlich habe ich mich sofort nach seinem Gesundheitszustand erkundigt und meine Hilfe angeboten aber ich dachte mir auch dass Danny in diesem Moment noch unter Schock stand und die vielen Tweets von seinen Followern wahrscheinlich gar nicht so richtig wahrgenommen hat.

Trotz dieser krassen Umstände entschloss sich Danny am selben Abend noch einen VLOG zu veröffentlichen der einem bei genauerem zuhören unter die Haut geht. Danny trifft in diesem VLOG die richtigen Worte und als ob er den heutigen Tag bereits vorausgesehen hat sagt er unter anderem „…lasst euch nichts einreden, das Internet ist echt…! Damit meint Eyjay uns, die Community, egal ob LetsPlayer, HitBoxer, Youtuber oder Twitterer. Wir sind die Gemeinschaft die Zusammenhält wenn es hart auf hart kommt. Das hat mich so berührt das ich Dannys Aussage in einem Tweet als „Satz des Tages“ erwähnt habe.



Womit wir beim Stand „heute“ (23.03.2015). @VolkerBonacker hat mit dem Hashtag #SupportOurBro und dem Blog HELPDANNYBACK eine Hilfsaktion für Danny ins Leben gerufen an dem wir uns alle beteiligen können und sollten. Dabei geht es nicht nur darum Geldspenden zu sammeln, was Danny sicher auch benötigt, denn noch ist nicht klar wer für den entstandenen Schaden aufkommt, sondern auch darum Sachspenden zu sammeln und Hilfe anzubieten. Denn Danny hat durch das Feuer alles, bis auf das was er am Leib und in den Händen trug, verloren. Ich für meinen Teil zum Beispiel habe viele finanzielle Verpflichtungen und kann kaum Geld spenden, dafür habe ich sofort angeboten Alltagsgegenstände (egal Wasserkocher oder Sat-Receiver) zu spenden die Danny sicher auch auf längere Sicht auch gebrauchen kann. Außerdem habe ich mich angeboten den „Packesel“ zu spielen, also mit meinem großen Auto bei Bedarf Transporte zu übernehmen (z.B. für Möbel). Aber vor allem bekommt Danny positiven Zuspruch von uns den er in seiner Situation sicher gut gebrauchen kann. Das soll es für heute gewesen sein.

Halte durch Danny! Du schaffst das! Wir sehen uns spätestens beim nächsten #mngab

Alle anderen dürfen sich natürlich gerne an der Spenden- und Sammelaktion für Danny beteiligen. DANKE!

Samstag, 7. Februar 2015

Projektarbeit für die Weiterbildung zur Einrichtungsleitung: Fehlermanagement im Altenheim

Nun ist es bald eineinhalb Jahre her als meine Weiterbildung zur Einrichtungsleitung begonnen hat und das Ende ist in Sicht. Zum Abschluss des letzten (vierten) Moduls / Semesters muss zusätzlich zur mündlichen Modulprüfung (Recht und Pflegewissenschaft) eine Projektarbeit durchgeführt werden die vorher in einer Projektskizze niedergeschrieben und auch von der Schulleitung genehmigt werden muss.

Projektfoto
Projektskizze & Fehlerberichtformular


Zwar habe ich alle bisherigen Modulprüfungen mit guten bis sehr guten Ergebnissen abgeschlossen trotzdem war es für mich von Anfang an klar das meine Projektarbeit sicher was mit meinem Steckenpferd aus dem Bereich des Qualitätsmanagements zu tun haben wird. Noch bevor ich meine favorisierten Themen aus dem Bereich Qualitätsmanagement für mich endgültig sortiert habe kam bereits mein Arbeits- und Klassenkollege auf mich zu mit der Frage ob wir uns zusammen mit dem Thema Fehlermanagement beschäftigen wollen.

Ab da war für mich klar das dies das perfekte Thema für unsere gemeinsame Projektarbeit sein würde. Nun ist es bereits Januar, die Projektskizze ist bereits genehmigt und das Projekt ist gestartet.

In dem Projekt geht es darum ein funktionierendes Fehlermanagementsystem in einer Einrichtung der Altenpflege einzurichten und säter auszuwerten. Aus denen (auf freiwilliger Basis) dokumentierten Fehlern erhoffen wir uns Prozesse optimieren und verbessern zu können. Der Erkenntnisfortschritt aus der Projektarbeit liegt dabei beim Fehlerberichtprotokoll.

Auf der Suche nach einem bereits vorhandenen Fehlerprotokoll ist uns aufgefallen, dass es bereits sehr gute Fehlerprotokolle für die Pflege gibt. Diese beruhen aber meistens, wie zum Beispiel das cirsmedical®, auf den Erkenntnissen der Krankenpflege und der stationären und ambulanten medizinischen Versorgung im Krankenhaus sowie in Arztpraxen.

Auf Grundlage dieser Fehlerprotokolle haben wir ohne zusätzliche Anpassungen für die stationäre Altenpflege unser Fehlerberichtprotokoll erstellt. Zusätzlich gibt es in unserem Protokoll am Ende einen Punkt unter dem man Verbesserungsvorschläge oder fehlende Punkte im Protokoll dokumentieren kann.

Zum Ende der Projektarbeit werden alle ausgefüllten Protokolle nochmals in einem Qualitätszirkel ausgewertet, diesmal aber nicht auf den Inhalt hin (also den gemeldeten Fehler) sondern darauf hin wie das Protokoll ausgefüllt wurde und ob es Anmerkungen des Verfassers zum Protokoll selber gab. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wir dann ein speziell für Altenheime angepasstes Fehlerberichtprotokoll von uns erstellt das Krankenhaus spezifische Fragen ausklammert und sich dafür mit Fragen ergänzt wird die für unseren Bereich relevant sind. Anschließend ist es geplant dieses komplett selbst entwickelte Protokolle kostenlos über das Internet für jedermann zum Download zur Verfügung zu stellen.